Langzeit und Endlager

Täglich nutzen wir Strom aus Kernkraftwerken, täglich fallen radioaktive Abfälle an. Die Lagerung dieser Abfälle stellt die Menschheit vor eine ihrer schwierigsten Aufgaben. Aus dem faustischen Pakt, den die Gesellschaft mit dem Ja zur Kernenergie eingegangen ist, wird sie für schwer vorstellbare Zeiträume nicht mehr herauskommen. Nebst der Lösung der Standortfrage gilt es, Sicherheitskonzepte für mindestens 3’000 Generationen zu entwickeln.

Wie sind wir in diese Abhängigkeit geraten, und welche Erfahrung haben Menschen im Umgang mit Langzeitperspektiven bisher sammeln können?

Auf 1 200 m2 Ausstellungsfläche geht die Ausstellung im grössten Universalmuseum der Schweiz diesen und weiteren Fragen nach. Im interdisziplinären Dialog zwischen naturund geisteswissenschaftlicher Perspektive werden die Zeithorizonte erlebbar gemacht, die sich aus den Verpflichtungen des Atomzeitalters ergeben.

Die Ausstellung macht keine Aussagen zur Standortwahl von Tiefenlagern und bezieht auch nicht Stellung pro oder kontra Atomenergie. Vielmehr soll der Blick zurück auf die letzte Million Jahre eine Vorstellung von dem geben, was vor uns liegt.

In der Ausstellung durchwandert man sowohl geologische als auch kulturgeschichtliche Zeiträume. Von den Eiszeitmenschen über Altägypten bis zu den mittelalterlichen Klostergründungen begegnet man der Langzeitplanung früherer Kulturen. Dabei wird bewusst, welche Herausforderungen für die Zukunft sich bei der Langzeitarchivierung stellen.

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